Tinnitus
Bereits die antiken Griechen kannten das Phänomen der Ohrgeräusche und gaben daher diesem Leiden den Namen, der gegenwärtig noch verbreitet ist: Tinnitus - “Ohrenklingeln”. Tinnitus gilt im deutschsprachigen Raum als Volkskrankheit, nach einer Untersuchung aus dem Jahr 2008 sind 17 Prozent der Einwohner davon betroffen, alles in allem handelt es sich also um 12 Millionen die mittlerweile in Deutschland unter Ohrgeräuschen leiden. Altersmäßig betrachtet gibt es einen starken Anstieg ab dem 56 Lebensjahr, die ältere Generation leidet also öfter an Tinnitus als die jüngere.
Abgrenzung:
Tinnitus bezeichnet im Allgemeinen keine Krankheit sondern das Symptom einer Krankheit. Es handelt sich dabei um ein andauerndes Ohrgeräusch, oft einem Pfeifen oder Quietschen verwandt in konstanter, manchmal auch wechselnder, Tonhöhe. Allerdings hört diese Töne nur der Betroffene, objektiv betrachtet gibt es sie nämlich gar nicht und keiner in der Umgebung des Betroffenen kann diese Geräusche hören. Als Ursache für den Tinnitus kommen eine Reihe von Möglichkeiten in Betracht, eine detaillierte Auflistung gibt es etwas weiter unten.
Maßnahmen gegen Tinnitus:
Beim erstmaligen Auftreten eines Tinnitus sollte möglichst schnell ein Arzt oder HP lonsultiert werden. Am besten ein Hals-Nasen-Ohren Spezialist (HNO). Selbstverständlich kann auch die Ambulanz eines nahegelegenen Krankenhauses oder Spitals aufgesucht werden.
Gründe für eine Tinnituserkrankung gibt es viele:
- Hörsturz
- virale, Infekte
- Otalgie
- Regelmäßige Überbelastung
Lange glaubte man, dass störende Ohrgeräusch im Innenohr entsteht, da Tinnitus nach chirurgischer Durchtrennung des Gehörnervs nicht verschwindet, muss diese Überlegung aber als hinfällig betrachtet werden. Die heutigen Modelle der Forschung am Tinnitus gehen praktisch davon aus, dass der Grund des Leidens im Hirn liegt. Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass zu sehr gereitzte Nervenleitungen nunmehr als Auslöser Nr. 1 für den Tinnitus gelten. Vorallem die Hyperaktivität der zentralen Hörbahn ist dabei in das Zentrum der Forschungsarbeit gerückt..
Trotz der einer erstaunlich großen Anzahl von Therapieformen, die es im Moment gibt, hat sich noch keine einzelne Behandlung als “die beste” und einzige bewährt. Preislich sind Tinnitus-Therapien außerdem nicht geradezu günstig. Soziologisch-Medizinische Fachanalysen haben ergeben dass wegen der langen Dauer der Therapie bei Tinnitus eine Behandlung zu Hause oft passender ist als eine stationäre Aufnahme in ein Therapiezentrum. Denn im Krankenhaus dauert die Therapie im Normalfall nur 3-4 Wochen, viel zu kurze Zeit um gute Ergebnisse zu liefern. Bei der Heimbehandlung sind die Chancen auf Abschwächung dagegen viel größer. Vielleicht nicht sofort, aber eigentlich können die meisten Betroffenen daheim deutliche Fortschritte beim Tinnitus erzielen.
Ein weiterer wesentlicher Faktor bei der Heimbehandlung ist die Tatsache, dass man jederzeit einen Psychotherapeuten oder einen Coach zusätzlichz zu Rate ziehen kann. Anbieter wie Psychotherapie Wien oder Coaching Berlin können wertvolle Hilfe leisten, wenn es darum geht die wahren Ursachen der Krankheit mittels eines Ratgebers zu finden oder den Lebensstil zu ändern. Denn oft ist es geradewegs (nur) die Korrektur der Art des Lebens, die zu Fortschritten führt..
Forschung:
Leider tappt die aktuelle Forschung beim Thema Tinnitus noch immens im Dunklen. Gegenwärtig gibt es mehr als ein anerkanntes Modell, dass die Krankheitsursachen erklären soll und die Wissenschaftler variieren bei der Suche nach der Ursache der Krankheit - oft ziemlich wild - zwischen Mittelohr und Problemen bei der Nervenleitung hin und her. Wie auch immer man dies auffassen mag: Glaube an die Ärzte erweckt es nicht geradewegs.Zum Glück gibt es dagegen an anderen Stellen mehr Erfolge: Viele wichtige Faktoren, die bei der entstehung von tinnitus eine Rolle spielen, wurden inzwischen entdeckt. Stress gilt hierbei als wichtiger Aspekt der Erkrankung, ist aber nie alleine als die Ursache.







